Statut
Verfassung eines besseren Deutschlands
und einer besseren Welt
Auszug aus dem Statut Voraussetzungen Und Ziele Des konzils
engel mit säule.psd

Eine Verfassung (...) bedarf keiner Anrufung Gottes, keiner Anrufung des Absoluten, keines Bezugs zu einer Religion, Nation, Partei oder Klasse. (...) Immer, wenn wir Humanismus und Aufklärung meinen, verabsolutieren, überhöhen, (...) wir einen Teil dieser Welt (Präsidenten, Parteien, das Kapital, ökologie oder das Internet). Immer, wenn wir Gleichberechtigung und Demokratie meinen, begründen wir den Primat, das Vorrecht von einigen gegenüber der übrigen Welt und stellen anschließend mit Erstaunen fest, dass wir, dass die übrige Welt (...) von Akteuren mit mehr Recht (von Präsidenten, von Führern, von Politikern, von Priestern) entrechtet und als rechtslos gehandelt wird.

Deshalb gilt:

 

IMitglied des Konzils (World Democracy Council sowie eines jeden Landeskonzils), ein Teil des Neubeginns ist, wer bedingungslos Menschenrechte achtet und das nicht nur bei einem kleinen Teil der Menschheit, sondern voraussetzungslos in allen Teilen der Welt.

IIEin Teil des Konzils und des Neuanfangs kann werden, wer (...) Demokratie als fundamentales, nicht delegierbares und unveräußerliches Menschenrecht akzeptiert, das niemals stellvertretend, repräsentativ, parteiisch oder hierarchisch, eben sakramental, zeichenhaft, symbolisch (als Substitutiv-Demokratie) gelebt und verwirklicht werden kann.

IIIMitglied des Konzils kann werden, wer Gleichberechtigung in der Weltgemeinschaft und in jeder Gemeinschaft in der Welt zu seinem obersten Ziel und Prinzip erklärt. (...)

Wer verstanden hat, dass die Vorrechte von Politikern, von Richtern, von Parteien, Medien und Klassen Entrechtung von anderen, Diktat und Diktatur gegenüber allen anderen mit weniger Recht ausgestatteten bedeuten.

IVEin Teil des Neubeginns ist jeder, (...) wer Demokratie, Gleichberechtigung und Aufklärung nicht instrumentalisiert, gesteuert, repräsentativ, parteiisch, verschlüsselt als Entmündigung und Beschneidung des Souveräns begreift, sondern der bestrebt ist, diese Vorformen (auch Ersatzformen) von Demokratie, (...) auf demokratische, gleichberechtigende und aufklärerische Weise in seinem Land zu überwinden. Überzeugung eines jeden Mitglieds ist: Diktat und Diktatur und alle Formen der Entrechtung und Umnachtung werden nicht in Kirchen-, Medien- oder Parteien-Diktat, nicht mit anderen Formen der Entrechtung und Umnachtung überwunden.

VMitglied des Konzils kann werden, wer Verfassung des eigenen Landes und jedes Gemeinwesens achtet, und zwar nicht als etwas Gottgegebenes, als etwas Absolutes (Credo- und Verfassungsgläubigkeit), sondern der diese als Sammelsurium von Leitsätzen begreift, die selbst demokratischer Legitimation bedürfen und die selbst ein Gegenstand der Aufklärung werden müssen, um bindende Kraft in der jeweiligen Gemeinschaft zu erlangen. (...)

VIMitglied des Konzils kann werden, wer jede Form von Extremismus (Fundamentalismus der Einthesengläubigkeit) in Politik, Bildung und der Rechtsprechung aufzuklären und diese als Manipulation, Verführung und Unterwerfung zu überwinden trachtet. Grundüberzeugungen eines jeden Mitglieds sind: Wahr ist immer These und ihre Gegenthese! Fortschritt wird nicht durch Bekämpfung und Vernichtung der Gegenthese definiert (Marxismus), sondern durch Zusammenführung (Synthese) von These und ihrer Gegenthese (Hegel).

VIINeuanfang wagt, wer bestrebt ist die Rechtsprechung, Politik und Bildung des jeweiligen Landes auch die zwischen Staaten nicht in Verabsolutierung einer These oder eines kleinen Teils der Welt (Fundamentalismus) zu begründen, sondern in Aufklärung und im gesunden Menschenverstand (Kant und Hegel). Wer verstanden hat, dass Fundamentalismus jeden Akteur, auch Richter und Juristen, Politiker und Journalisten, auch ganze Staaten und Systeme zum Handlanger und Erfüllungsgehilfen des jeweiligen politischen Extremismus (der augenblicklich vorherrschenden politischen Korrektheit - zum Beispiel der NATO) werden lässt. (...) These und ihre politische Gegenthese und selbst Politik, Bildung, Medien, Banken und die Justiz (Rechtsprechung) haben sich der Aufklärung (nach Kant) und unter Wirksamkeit derselben allgemeingültigen Regeln zu unterwerfen. Aus jedem Blickwinkel und von jedem Bezugspunkt des Systems heraus hat sowohl die Rechtsprechung als auch Politik lesbar zu sein und als (selbst-)verständlich zu gelten.

VIIIEin Mitglied des Konzils wird, (...) wer verstanden hat, dass Gewaltenteilung kein Freibrief für Politiker, Gerichtsbarkeit und die Polizei ist. (...) Wer begriffen hat, dass mehr Rechte, auch Immunitätsrechte von Päpsten, Präsidenten und Politikern, von Richtern und Bankern ein schreiendes Unrecht gegenüber allen ihren Opfern bedeutet, ein Unrecht, welches nicht mehr von Tätern selbst verübt wird, sondern von allen ihren Mitläufern, die den Tätern mehr Rechte einräumen als ihren Opfern.

IXEin Teil des Neubeginns ist, wer der Ansicht ist, dass repräsentative Demokratien, Parteiendemokratien, auch Religionen und Kirchen in Teilen förderliche Entwicklungsstufe, eine kontrollierte Art und Weise darstellen, junge Gesellschaften an Demokratie und Humanismus heranzuführen - entmündigende Demokratie und bevormundeter Humanismus.

Wer anerkennt, dass diese Phase insofern als förderungswürdig anzusehen ist, wenn es sich bei den Gesellschaften und Menschen tatsächlich um junge Gesellschaften und Menschen handelt. Anderenfalls sind sie als ausgeklügeltes System zur dauerhaften Verhinderung der Demokratie, der Gleichberechtigung und der Aufklärung anzusehen und als organisierte Bevormundung, Gängelung und Unterwerfung des Souveräns anzuprangern. (...)

XMitglied des Konzils und ein Teil des Neuanfangs ist, wer eingesehen hat, dass auf Richtungszwang und Glaubenszwang (auch Parteienzwang) begründete Systeme per definitionem nicht geeignet sind, wirkliche Demokratie und Humanismus zu begründen.

Wer verstanden hat, dass Parteien und auch Kirchen grundsätzlich niemals Demokratie oder aber Gott abbilden, vermitteln oder begründen können. Wer verstanden hat, dass Religionen, Kirchen und Parteien von Gott und Humanismus, von Demokratie und Gleichberechtigung nur palavern oder eben predigen können. Wer verstanden hat, dass Kirchen und Parteien niemals im Stande sein werden ihr Versprechen in Bezug auf Gott, Demokratie und Gleichberechtigung einzulösen. (...)


Auszüge aus den Gründungsakten des Konzils in: Das Evangelium - Frohe Botschaft nach Holocaust“. 2. Aufl., 2. B. der Reihe gegen Dialektik der Verklärung.